Es ist sicher wieder einmal an der Zeit mich zu melden. Jetzt bin ich schon 3 Wochen vom geliebten Goms fort und der erste Monat neigt sich langsam dem Ende zu. Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell.
Ich gehoere sicher langsam zum Liebhaber von tropischen Fruechten. Die Mangos, Ananas, Bananen usw. schmecken hier ausgezeichnet. Zu meinem Bedauern ist die Mangozeit langsam vorbei. Essen ist hier sicher sehr wichtig, um 10 Uhr und um 16 Uhr wird ein Merienda (Snack) eingenommen. Meistens gibt es etwas Suesses oder eine Frucht. Die Filippinos essen gerne Suessigkeiten, man sieht es auch an den Zaehnen, die fehlen. Sie haben meistens zu wenig Geld um die Loecher zu flicken und deshalb zieht man sie einfach raus. Die Zahnaerzte sind vielleicht auch nicht so gut ausgebildet.
Wie wird eigentlich gekocht? Mit Gas oder mit Holz (so eine Art Traecha, auf gut Walliserdeutsch). Gas koennen sich viele gar nicht leisten und deshalb holen sie Holz vom Wald. Man feuert den Ofen mit Holz ein, wartet bis die Platte heiss ist und stellt einen Topf drauf.
Aufwendig gekocht wird sicher nicht, das Essen ist immer schnell auf dem Tisch. Das Geschirr abzuwaschen finde ich daher schon etwas aufwendiger. Zuerst schmierrt man das Geschirr mit Seife ein und dann spuelt man es zwei Mal mit frischem Wasser ab. Das Geschirr laesst man dann trocknen.
Beim Kleider waschen gilt praktisch das gleiche Prinzip, zuerst tragt man Seife auf und dann wendet man es noch in Puderwasser, bevor man es ausspuelt. Waschen ist ziemlich eine aufwaendige Sache, ich benoetige jeweils mehr als eine Stunde.
Es haben nicht alle Filippinos genuegend Wasser, um die Kleider zu reinigen und um sich zu waschen. Was macht man? Man geht an einen Bach, waescht die Kleider und man nimmt dann ein Bad mit Seife und Shampoo. Besonders die Jugendlichen geniessen das Bad im Bach und picknicken oder spielen zusammen. So macht Kleiderwaschen auch viel mehr Spass.
Leider werden im Fluss auch die Busse gewaschen. Das Wasser ist dann ziemlich dreckig, aber zum Glueck hat es hier zwei Fluesse.
Ich habe hier auch schon stadelaehnliche Haeuser entdeckt Ich glaube, sie werden zum gleichen Zweck benuetzt wie dazumal bei uns. Ratten und Maeuse existieren hier auch.
Am letzten Wochenende wollten die Familie Huebscher und ich nach Mainit fahren. Da gibt es heisse Quellen, wie in Leukerbad. Bruno wollte in einem Hotel ein Zimmer reservieren. Da kam ein SMS zurueck, dass an diesen Tagen Tengaw ist. Ich fragte mich, was ist denn Tengaw schon wieder. Tengaw bedeutet, dass keine Person das Dorf verlassen oder betreten darf. An diesen Tagen darf auch niemand arbeiten. Wenn man gegen eine Regel verstoesst, muss man ein Schwein dem Dorf schenken. Solche Tengaw veranlassen die old folks. Die alten Menschen haben hier eine grosse Macht. Sie faellen viele Entscheidungen. Tengaws gibt es viel vor Reisernte oder vor Bepflanzung von Reis. Solche Situationen existieren bei uns nur, wenn die Strassen wegen Lawinengefahr gesperrt sind. Ich finde diese Regel noch lustig, foerdert sicher auch den Dorfgeist. Bei uns sicher unvollstellbar, wenn auf einmal Zermatt sagt, es duerfe fuer 3-5 Tagen kein Mensch mehr kommen.
Busfahren ist hier sicher nicht so ungefaehrlich, dies erfuhr eine BMI-Fachperson (Jean-Robert Escher aus Brig, Forstingenieur). Morgens um 4 Uhr bestieg er einen Bus. Der Chauffeur raste wie verrueckt, so schnell, dass der Bus neben der Strasse landete. Den Bus ueberschlug es 1,5 Mal, gluecklicherweise ueberlebten diesen Selbstunfall alle. Jean-Robert hatte zum Glueck nur ein Loch im Kopf und etwas Schmerzen. Wir waren alle sehr erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist.
Ueber das Thema Waldbrand werde ich spaeter noch einmal berichten. Ich werde in ungefaehr 3 Wochen Jean-Robert begleiten und dann werde ich mehr ueber den Wald erfahren. Der Wald gruent hier auch sehr schnell waehrend der Regenzeit.
Gerne moechte ich euch noch etwas Ifontok Dialekt beibringen:
Wie geht es dir? = Kamusta ka?
Mir geht es gut. = Khawis
Entschuldigung = Pasensya
Danke = Yaman
Bitte = Panga-asim
Wo gehst du? = Into umayam
Ich gehe heim = Suma-a ak
Ich heisse... = Sak-en si...
Ich bin von Bontoc = Ifontok ak
Ich komme aus der Schweiz = Narpo ak id Switzerland
Auf Wiedersehen = Makhayad ka
Bis bald = Satako kasin asi-ila
Fotos werden noch folgen, bei diesem Computer finde ich gerade keinen USB-Ausgang, no worries, too easy.
Ja de es schoens 2er-Faescht, en flotte Gommer Maert und hoffentli oe ae biz schoens Waetter, uber z Waetter cha ich mich hie nit beklage.
See you in 10 weeks!
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