Montag, 9. Juli 2007

1. Monat

Jetzt bin ich schon einen Monat in Bontoc. Da merkt man erst, wie schnell die Zeit eigentlich vergeht, obwohl es mir manchmal lange vorkommt. 1 Drittel von meinem Praktikum ist vorbei und habe schon viel erlebt. Im Moment suche ich Adressen von Stiftungen heraus, die bestimmte Projekte finanzieren sollen. Es ist ziemlich eine Fleissarbeit und die Entscheidungen werde ich wahrscheinlich nicht mehr mitbekommen, weil ich dann schon wieder in der Schweiz weile.


Rote Fuesse

Bei einer Wanderung habe ich mich an den Fuessen verbrennt und sie waren etwas rot. Mein Gastvater erschrak ziemlich und fragte mich, welche Salbe oder welches Medizinmittel ich an meine Fuesse geschmiert haette. Schmunzelnd erklaerte ich ihm, dass sich sich die Haut an der Sonne verbrennt hat. Er musste dann auch lachen. Rote Haut sind sie sich nicht so gewoehnt.




Rosenkranz

Ich musste einmal eine kleine Arbeit beim Buero fuer Jugendliche erledigen. Dort arbeitet auch eine Schwester. Sie hatte gerade nicht viel zu tun und legte eine CD in den Radio. Ich dachte mir, yeah endlich einmal Musik. Zu meinem Erstaunen hoerten wir eine Stunde lang Gebete und den Rosenkranz an... War nichts mit guter Musik...





Geister

Jeden Montag esse ich bei der Familie Huebscher. Am letzten Montag war ein Filipino zu Besuch. Nach dem Essen tranken wir noch 1-2 Biers und der Filipino trank Brandy. In einem Bierdeckel schenkte er einen Schluck Brandy ein, dies sei fuer die Geister und sei sonst auch ein positiver Aspekt. Man glaubt, dass ueberall Geister "herumschwirren" und man solle irgendetwas ihnen opfern. Die Geister sind hier sehr wichtig. Es gibt sehr viele Geisterrituale. Vielleicht erhalte ich einmal eine Moeglichkeit, bei einem Ritual beizuwohnen. Ich kann dann euch mehr ueber dieses Thema berichten.


Mainit

Letzten Freitag fuhren wir mit einem Jeepney nach Mainit. Ich genoss die Fahrt auf dem Dach. Die Filipinos sitzen noch viel auf den Daecher, weil es sonst zu wenig Platz hat und so braucht man kein zweites Jeepney. Hier kann man auch nicht so schnell fahren, weil die Strassen nicht so gut sind und man begegnet vielen Erdrutschen.

In Mainit gibt es heisse Quellen und der ganze Staff vom Teng ab genoss das warme Wasser. Ich konnte auch zum ersten Mal seit meiner Ankunft warm duschen, herrlich.




Sabangan

Am letzten Wochenende besuchte ich die Familie Escher (BMI-Fachpersonen) aus Brig. Es war schoen wieder einmal so richtig Walliserdeutsch zu reden. Jean-Robert ist Forstingenieur und beraet die Filipinos in Pflanzen- und Baumanbau. Seine Arbeit ist sehr vielseitig und sehr interessant. Ich werde ihn vom 19. - 23. Juli begleiten und bin schon gespannt, was ich so erleben werde. Seine Frau Judith ist Krankenschwester und arbeitet im Teng ab. Zusammen haben sie einen 2-jaehrigen Sohn namens Ruben.
In Sabangan leben ungefaehr 1000 Filipinas und sonst gibt es nicht viel besonders zum Erzaehlen.





Balut


Vor einer Woche spazierte ich mit Uncle Carlito in Bontoc etwas umher. Er zeigte mir ein paar typische Sachen von Bontoc, dabei kaufte er auch noch Baluts (Eier). Bevor wir nach Hause zurueckkehrten, tranken wir in einem Restaurant noch 1 bis 2 Biers. Ich musste dann schweigen, dass wir Alkohol tranken... Zu Hause gab er mir 2 Baluts und sagte, ich solle sie essen. Sie enthalten viel Protein. Ich fasste die Eier an und spuerte, dass sie immer noch warm und schwer sind. Ich oeffnete die Eierschale und merkte, dass dort halbentwickelte Kuecken drin waren. Da ich gewohnt bin, alles zu essen, wuergte ich die 2 Baluts runter. Dabei war es mir nicht ganz wohl, aber sie schmeckten nicht einmal so schlecht. Uncle Carlito und Auntie Grace meinten dann, dass mein Magen jetzt an das philippinische Essen gewoehnt sei. In den Reisefuehrern ist meistens geschrieben, dass Baluts eine Mutprobe fuer die Touristen sei. Diese Huerde habe ich jetzt auch gemeistert.

Nerf therapy
Heute besuchte ich ein Training ueber Nerventherapie. Mit dieser Therapie kann man fast alle Krankheiten heilen, so steht es zumindest im Prospekt. Eine arrogante Lehrerin zeigte uns ganz schnell die verschiedenen Methoden. Ich war ziemlich froh als das Training vorbei war, denn die Lehrerin nervte mich total, aber ich werde sicher einmal diese Methode ausprobieren und schauen, ob es nuetzt.

Ich habe jetzt ein paar Fotos hochgeladen, es werden sicher noch mehr folgen. Ich hoffe, dass das Gaestebuch bald wieder funktioniert, denn ich habe immer wieder Freude, wenn sich jemand eintraegt. Ich moechte mich noch bei Matthias fuer seine Bemuehungen bedanken. Ein grosses Merci.
Bis zum naechsten Mal.

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