Manila:
Die Hauptstadt von Philippinen ist sehr gross und fuer einen Europaeer sehr anstrengend, denn alle wollen etwas von dir. Es ist eine Weltstadt und man erhaelt alles moegliche, es soll sogar Schweizer Geschaefte geben.
Taxifahren ist hier sehr spannend. Die Strassen sind meistens 3-4 spurig und die Autos ueberholen von links und von rechts, hier wuerde ich total ueberfordert sein mit Autofahren, aber ich fuehlte mich ziemlich sicher. Man wechselt auch viel mehr die Spur und ich glaube, die Schweizer Polizisten kaemen mit Bussen verteilen nicht mehr nach. Zuerst sagen die Taxifahrer, sie wuessten nicht genau, wo das Hotel oder die Busstation sei, aber sie finden es gleich relativ sicher. Die Busstation zu finden, war sicher nicht so einfach, weil dort nur ein Bus in einem kleinen Parkplatz war. Es gibt dort keine Busstationen wie in der Schweiz. Ich war ziemlich froh, als wir da waren. Die Busfahrt in der Nacht war nicht gerade spannend um noch mehr Woerter zu verlieren, sie war einfach lang. Die Strassen in den Bergen kann man mit unseren Bergstrassen vergleichen. Nur etwas fiel mir auf, sie ueberholen bei jeder unmoeglichsten Stelle, ein Wunder das manchmal kein Unfall passierte...
Bontoc:
Am Donnerstag Morgen traf ich in Bontoc (ca. 20000 Einwohner) ein und wurde von Marianne (BMI-Fachperson) empfangen. Ich konnte bei ihr fruehstuecken und dann brachte sie mich zu meiner philippinischen Gastfamilie (sie sind sehr freundlich). Ich erholte mich noch ein bisschen und richtete dann mein Zimmer ein.
Eindruecke:
Boom Taetsch Boom: 15 Stunden fliegen, man ist in einer grossen, etwas schmutzigen Weltstadt.
Boom Taetsch Boom: 12-13 Stunden Bus fahren und dann landet man in einer total anderen Welt, als man sich gewoehnt ist. Das muss man zuerst einmal verdauen. Im Moment habe ich noch etwas zu beissen, aber ich werde mich schon noch einleben. Ich muss zuerst noch etwas lernen, wie man sich am besten verhaelt. Zum Glueck ist die Schweizer Familie da und sie ist ziemlich hilfsbereit und erklaeren mir alles, was ich wissen will.
Wasser: Stellen sie sich, geschaetzte Leserinnen und liebe Leser, eine alte Berghuette ohne fliessendes Wasser vor. Genau so leben hier die meisten Leuten (oder sogar alle, ich weiss es noch nicht). Bei meiner Gastfamilie ist es so: unter dem Haus fliesst eine Quelle. Man nimmt einen Wasserkessel und fuellt ihn mit Wasser und leert das Wasser in einen Wassertank. Das Wasser muss man zuerst abkochen, bevor man es trinken kann. Das Wasser, um die Haende zu waschen, ist in einem Plastikkuebel und dort waescht man die Haende mehrmals. Hier lerne ich, wie man mit wenig Wasser auskommt.
Die Dusche und das WC sind ausserhalb des Hauses. Auch dort hat es einen Wassertank. Beim WC gibt es keine Spuelung, man leert einfach selber etwas Wasser hinein, um es wegzuspuelen. Duschdruesen (Die Schweizer Familie hat Duschdruesen und ich kann manchmal dort mit warmen Wasser duschen) findet man auch keine, man duscht sich mit einem Wasserkuebel, ist zwar kalt, aber etwas Abhaertung tut gut. Wasser ist hier sicher ein sehr wertvolles Gut, wie eigentlich bei uns auch, nur leben sie bewusster mit dem Wasser.
Abfall: Der Abfall der gesamten Stadt wird an einen "Stutz" gebracht und zwei Mal pro Monat dort verbrennt.
Tiere: Hunde, Hunde und nochmals Hunde, wie ich Hunde liebe. Nein meine Lieblingstiere sind sie nicht, diese freilaufenden und bellenden Kreaturen. Huehner trifft man hier auch sehr viele an und sie laufen frei und friedlich umher, bei uns undenkbar. Im Markt konnte ich beobachten, wie sie Huehner schlachten. Sie haben einen Holzschlaeger und schlagen das Huhn so lange bis es tot ist, dann rupfen sie das Huhn, die uebriggeblienen Feder werden dann mit einer Flamme verbrennt.
Viele Haushaelte besitzen auch eigene Schweine, die sie zum Ueberleben brauchen, manchmal bezahlt man auch mit Schweinen anstatt mit Geld. Eine Art Lebensversicherung oder Sparschwein.
Essen: verhungern werde ich sicher nicht, denn hier gibt es genuegend Reis, bei jeder Mahlzeit gibt es einfach Reis. Ich werde sicher manchmal bei der Schweizer Familie essen, um Schweizer Kost zu geniessen. Sonst ist das Essen sehr einfach, es gibt viel Fisch, Poulet, Fleisch und Pilze. Zum Glueck lebe ich nicht nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Sonst haette ich einige Probleme. Die Familie sieht es gerne, wenn ich von allem esse und besonders viel. Leider ist der Reis nicht sehr naehrhaft.
Haeuser: Sind sehr klein und einfach gebaut. Hier ist es auch sehr heiss und feucht, darum braucht es auch nicht bessere Haeuser
Hochzeit: Heute morgen haette ich zwei Hochzeiten besuchen koennen, eine in einem 6 km entferntes Dorf mit meiner Gastfamilie und eine hier in Bontoc mit der Schweizer Familie, ziemlich lustig. Wenn ich wieder in der Schweiz bin, werde ich am 1. Samstag auch eine Hochzeit besuchen. Ich entschied mich der Hochzeit mit der Schweizer Familie anzuschliessen. Um 9 Uhr fing die Messe an. Die Messe ist nicht so ruhig wie bei uns, weil die Kirchentueren offen bleiben und die Personen kommen hinein und gehen wieder. Alles ist ein bisschen beweglicher. Nach der Hochzeitsmesse kann das halbe Dorf (eher Stadt) das Mittagessen beim Brautpaar einnehmen. Zum Essen gibt es: Reis (was den sonst), Nudeln, verschiedenes Fleisch und etwas Gemuese oder aehnliches. Das Essen gibt man meistens in einem Plastiksack ab und man geht wieder nach Hause. Wir konnten irgendwo sitzen und bei den Gaesten essen, wahrscheinlich weil wir Americanos (so nennt man uns hier) sind. Nach dem Essen verliessen wir das Hochzeitsfest wieder. Die Bekannten und Verwandten werden jetzt sicher noch den ganzen Tag feiern.
Zu meiner Ueberraschung funktioniert hier das Internet tadellos und ich erwarte keine Probleme.
Ich bedanke mich fuer eure Eintraege ins Gaestebuch und fuer die Kommentaere. Ich freue mich immer sehr darueber und man merkt auch, dass mein Blog besucht wird. Das tut gut.
Am Montag werde ich mit meinem Praktikum anfangen und werde dabei sicher mehr ueber die Kultur lernen.
Maechet s guet und en gueti Zyt!
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1 Kommentar:
hello,
wow, löift ja so richtig äppis üf dinäm blog und bi diär da unänä:)
liäbs Grüässji fa hiä
Nicole
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